Interview mit Schwimmbadbauer, Tipps für den Schwimmbadbau

Interview mit dem Schwimmbadbauer M. Achermann

4-teiliges Interview mit dem Schwimmbadbauer Markus Achermann – Wissenswertes rund um den Schwimmbadbau


In einem 4-teiligen Interview stellt sich Markus Achermann, Schwimmbadbauer und Geschäftsleiter von AC Schwimmbadtechnik unseren Fragen, um euch wissenswerte Insights zu gewähren. Der 1. Teil gibt euch Antworten auf folgende Fragen:

Schwimmbadbauer_Markus_Achermann, Schwimmbadbau

 

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Swimmingpools gibt es in verschiedenen Materialien. Entsprechend wollen wir vom Schwimmbadbauer wissen: Welches Material eignet sich am besten?


„Das kommt auf die Bedürfnisse des Kunden an. Es hängt vom Budget und den Designvorstellungen ab.  Eine sehr gute Beckenvariante ist der Typ Edelweiss. Das ist eine Stahl- , Holz- & Kunststoffkonstruktion. Das Preis- Leistungsverhältnis ist hier sehr attraktiv.“ So der Schwimmbadbauer Achermann.

Schwimmbadbau_Edelweiss - die Empfehlung vom Schwimmbadbauer

Der Schwimmbadbauer Achermann sagt, dass das Preis- Leistungsverhältnis vom Typ Edelweiss sehr attraktiv ist.

„Hier sehen Sie ein Foto wie dieses Becken aussieht: Der Wasserstand ist etwas unter dem Rand, das nennt man Skimmer-Becken. Es gibt auch Becken, bei welchen das Wasser über den Rand hinausläuft, diese nennen sich Überlaufrinnenbecken. Für Überlauf-Rinnen-Pools braucht es aber eine andere Beckenkonstruktion. Diese Pools – auf Englisch Infinity-Pools genannt, sehen optisch sehr schön aus, insbesondere auf Terrassen oder Gärten in Hanglange.“

„Da man für diese Beckenarten andere Konstruktionen verwendet, muss man also zuerst wissen, ob man ein Skimmer-Becken oder ein Überlaufrinnenbecken möchte.“

 

 

Welches sind denn die teuersten Swimming-Pools?


„Wenn Geld keine Rolle spielt, ist ein Mosaikpool mit Überlaufrinnenbecken das Schwimmbecken der Wahl. Das Becken kann auch noch mit einer Acrylglaswand kombiniert werden.“

 

 

Was ist denn die günstigste Variante für ein Schwimmbad von guter Qualität?


Der Schwimmbadbauer meint: „Am preiswertesten sind Fertigschalenbecken. Diese werden am Stück angeliefert. Die Form und die Masse sind hier vom Hersteller vorgegeben. Es gibt verschiedenen Standardmasse, welche man wählen kann. Das Becken wird dann mi einem Kran an den Platz gebracht. AC Schwimmbadtechnik arbeitet im Bereich Fertigschalenbecken mit Riviera Pools zusammen. Das ist einer der besten Hersteller in Europa im Bereich Kunststoffschalen-/Fertigschalenbecken.“

Schwimmbadbau Fertigschalenbecken - Preisempfehlung des Schwimmbadbauers

„Am preiswertesten sind Fertigschalenbecken. Diese werden am Stück angeliefert. Die Form und die Masse sind hier vom Hersteller vorgegeben.“

 

 

Was sind die Vor- und Nachteile der verschiedenen Swimmingpool Materialien?


„Kunststoff hat generell eine glatte Oberfläche. Eine glatte Oberfläche ist gut zum Reinigen. Das Gegenbeispiel ist ein Betonpool, welcher eine rauhe Oberfläche aufweist. Diese sind schwieriger sauber zu halten. Das bedeutet mehr putzen für den Besitzer und die Wasseraufbereitungsanlage muss mehr filtern und reinigen.“

„Beton ist per se nicht wasserdicht. Für den Swimming-Pool-Bau verwenden wir deshalb wasserdichten Beton. Es handelt sich dabei um Beton gemischt mit chemischen Zusätzen. Doch selbst bei diesem Beton kann es vorkommen, dass Wasser eindringt und es zu Spannungsrissen kommen kann.“

„Da aber auch der wasserdichte Beton nicht wirklich Dampfdicht ist – also immer etwas Feuchtigkeit eindringen kann – kann es im Winter dazu führen, dass die Feuchtigkeit im Beton gefriert. Die grosse Kältedifferenz verursacht nicht selten das Absprengen der Plättli. Diesbezüglich gibt es noch keine Lösungen, welche 100% garantieren, dass die Plättli sicher halten.  Durch die Feuchtigkeit wird es früher oder später zu einer Ablösung der Plättli kommen, die Frage ist hier, wann das passiert. Bereits nach 5 Jahren oder erst nach 20 Jahren.“

 

 

Der Betonpoool hat also gewisse Nachteile in der Wartung, insbesondere wenn er ein gewisses Alter erreicht hat. Frage an den Schwimmbadbauer: Warum gibt es dennoch so viele Betonpools in der Schweiz?


„Momentan werden in der Schweiz sicherlich immer noch am meisten Betonpools gebaut. Diese werden aber meistens mit Folie abgedichtet. Das ist die beliebteste Variante. Der Grund dafür ist, dass die Architekten das noch so von früher her kennen. Es ist bekannt und man kann sagen „es hat sich eingebürgert“. Insbesondere bei einem Neubau denkt man sich: Wir haben ja eh den Betonmischer und einen Kran vor Ort. So ist es am einfachsten, einen Betonpool zu bauen. Es erscheint also im ersten Moment als die günstigste und zuverlässigste Lösung.“

„Immer mehr sind sich die Architekten aber über die Nachteile des Sichtbetons bewusst geworden, insbesondere was die Reinigung betrifft. Weshalb Sie die Version mit einer Folie bevorzugen.“

 

 

Gibt es eine Möglichkeit die Problematik der Plättli-Absprengung zu umgehen?


„Ja, mit der Wahl eines Mosaikbeckens. Es ist allerdings auch die teuerste Variante. Hier werden vorgefertigte Standardmatten bestellt oder auf Sonderwunsch werden die einzelnen Mosaiksteine individuell gestaltet, z.B. mit einem Familienwappen oder mit bestimmten Farbverläufen. Das ist stets eine Preisfrage.“ Sagt der Schwimmbadbauer mit einem Lächeln.

Schwimmbadbau_Mosaikbecken

Wahl eines Mosaikbeckens ist zwar die teuerste Variante, dafür bleibt einem die Problematik der „Plättli-Ablösung“ erspart.

„Es muss aber nicht zwingend Mosaik sein. Es können auch Feinstein oder Natursteinplatten sein. Diese Platten haben verschiedene Kunststoffschalen und zwischendrin einen isolierenden Thermokern. Diese Platten werden mit einem speziellen Kunststoffkleber direkt auf den Beckenkunststoff geklebt. Hier bildet sich keine Feuchtigkeit, weil es sich eben nicht um Beton handelt. Durch den Thermokern haben wir auch noch einen Puffer und zusätzliche Isolation.“

 

 

Bei einem bestehend Pool mit Plättliablösung – wäre also das die Lösung?


„Ja, aber das ist sehr kostenintensiv. Bei individueller Mosaikgestaltung reden wir hier von 150 bis 200 Tausend Franken.“

 

 

Obwohl der Pool bereits besteht?


„Ja, weil eine komplett neue Schale angeliefert wird. Eine andere Option ist, auf den Betonpool eine Folie zu montieren. Dann reden wir – je nach Beckengrösse  – von Kosten zwischen 15 und 25 Tausend Franken. Das wäre die günstigere Alternative. Das Wort „Folie“ ist aber etwas irreführend, weil es sich eher um eine dünne Membrane handelt. Diese Membrane hat eine Lebensdauer von ca. 20 Jahren. Diese Membranen sind sehr beständig. Folglich kann man sie auch mit Schuhen, Schwimmhilfen oder Flossen betreten, ohne diese zu verletzen. Die Folien kommt als Rolle und wird vor Ort verschweisst.“

 

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Lesen Sie sich auch den

2. Teil mit weiteren Tipps vom Schwimmbadbauer

3. Teil zur Thematik „einen Swimming Pool bauen“

4.Teil zur Thematik „exklusive Tipps zum Schwimmbadbau“.

 

Bildquelle: AC Schwimmbadtechnik



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