Die grössten Fehler und Hürden beim Swimmingpool-Bau

Swimmingpool-Bau – Die grössten Fehler und Hürden

Beim Bau eines Swimmingpools kann viel schiefgehen. Eine möglichst detaillierte Planung im Vorfeld und eine exakte Ausführung sind daher unerlässlich. Wer sich nicht ausreichend mit den Hürden und Problemen auseinandersetzt, wird die Fehler womöglich nie mehr ganz beheben können – oder nur zu enorm hohen Kosten. Es geht nicht nur darum, einen Pool “ganz einfach” nach Anleitung zu konstruieren. Wenn man so verfährt, bedenkt man womöglich nicht, dass brauchbares Terrain und handwerkliches Geschick unerlässlich sind. Auch wenn man nicht zum ersten Mal einen Pool baut oder davon ausgeht, dass man sich sehr gut informiert hat, können Fehler geschehen. Wir zeigen Ihnen auf, was beim Poolbau alles schiefgehen kann.

Wahl des Pool Standorts

Von sehr grosser Bedeutung für die Wahl des Pool-Standorts ist die Berücksichtigung des Untergrunds und der Wetter- und Natureinflüsse. Geht man davon aus, dass jedes Terrain verwendet werden kann, begeht man einen der grössten Fehler beim Swimmingpool-Bau überhaupt. Bei einem guten Boden ist die Erdoberfläche problemlos abtragbar. Ist sie erstmals abgetragen, muss auch das Erdreich ausreichend stabil sein, damit die verwendeten Pool-Baumaterialien stabil im Erdreich bleiben. Auftretende Hürden sind z. B. grössere Steine, die man nicht ohne weiteres entfernen kann oder ein sehr weicher Boden, der sich mit der Zeit weiter absenkt.

Bedenken Sie daher vor dem Poolbau-Start: Ein geeigneter Pool-Standort spart Zeit und Nerven und im Idealfall auch viel Geld. Will man trotzt ungeeignetem Pool-Untergrund den Pool unbedingt an einem bestimmten Ort bauen, benötigt man womöglich Spezialgeräte. Wir gehen im Abschnitt “Werkzeug für den Schwimmbadbau” näher darauf ein.

Manchmal ist es mühsam zum Poolbau-Standort zu gelangen – daher sollte man den Standort mit Bedacht wählen. Hier ist ein schmaler und steiniger Weg zu sehen. Hoffentlich nicht der einzige Zugang zur Pool-Baustelle.

Was gibt es sonst noch zu bedenken?

Bei der Wahl eines geeigneten Pool-Standorts spielt nicht nur die Berücksichtigung von Wind / Wetter / Sonneneinstrahlung und Privatsphäre eine Rolle, sondern eben auch die Infrastruktur, die idealerweise in unmittelbarer Nähe sein sollte. Niemand will sich an Pflanzen in der näheren Umgebung stören, z. B. an einem Baum, dessen Äste und Blätter über den Pool ragen und bei Windstössen schon einmal in den Swimmingpool fallen. Dies gilt natürlich auch für Laub und Blüten, die man nicht ständig im Pool haben möchte, da diese das Wasser schnell verunreinigen. Es fallen schliesslich schon genug Insekten in den Pool. Da braucht es nicht auch noch das Grünzeug dazu.

An die Rohre, Elektrizitäts- und weitere Leitungen denken

Nicht zu vergessen sind auch die Rohre, durch die Wasser in den Pool geleitet wird bzw. wieder abfliesst. Auch diese müssen in der Planung berücksichtigt werden und nicht erst wenn alles bereits weit fortgeschritten ist. Die entsprechenden Leitungen müssen hierfür zunächst ausfindig gemacht werden.

Geeignetes Werkzeug für den Schwimmbadbau und passendes Baumaterial

Um einen grossen Swimmingpool im Garten zu errichten, braucht es gutes Werkzeug bzw. einen Bagger, der sich für solche Arbeiten eignet. Hat man den Platz für den neuen Pool abgesteckt und ist auch klar, wie tief es gehen soll, steht einem gelungenen Aushub nichts mehr im Weg. Doch ist das nur ein Idealfall:

Wer kann schon von sich behaupten, den idealen Bagger zu besitzen oder einen günstig beim Nachbar ausleihen zu können? Was, wenn der Garten überall tolle Pflanzen und nur schmale Wege bietet? Hier möchte man lieber keinen zu grossen Bagger durch den Garten führen. Zudem sind im Erdreich häufig Leitungen verbaut, die man ebenfalls nicht durchtrennen möchte.

Es ist in vielen Fällen unerlässlich, dass man einen Spezial-Bagger wählt, der den restlichen Garten nicht beschädigt. Nur weil man einen Pool errichten möchte, will man den Garten ja nicht verwüsten. Moderne Maschinen können auf kleinstem Raum agieren und so Gartenbeete und Rasenflächen verschonen.

Manchmal braucht es natürlich auch Spezialwerkzeug wie z. B. einen Presslufthammer oder Schneidewerkzeuge, mit denen z. B. Steinplatten oder störende Steine in Einzelteile zerlegt werden. Eine Spitzhacke oder ein geeignetes Werkzeug um hartnäckige Baumwurzeln zu entfernen kann auch mal hilfreich sein. Diese Werkzeuge hat nicht jeder Zuhause und niemand will lange auf sie warten. Es lohnt sich also sich schon im Vorfeld mit den nötigsten Werkzeugen zu rüsten oder sich wenigstens darüber zu informieren, wo man das Werkzeug mieten könnte.

garten schaufel poolbau

Geeignetes Werkzeug und Baumaterial sind für einen schnellen und professionellen Swimmingpool-Bau von grosser Bedeutung. Mit einer einfachen Gartenschaufel kommt man nicht sehr weit.

Anlieferung des Poolbau-Materials

Hat man erstmals den geeigneten Pool-Untergrund gefunden und das Erdreich so weit abgetragen wie nötig, braucht man geeignetes Poolbau-Material, um den Pool zu errichten. Dieses Material ist häufig recht schwer und wird nicht durch blosse Körperkraft an die Baustelle gebracht. Oftmals liefert der Hersteller des Pools die Baumaterialien mittels LKW oder Lieferwagen bis ans Haus. Sind die Platten des Pools besonders gross, ist ggf. ein kleiner Baukran nötig, um die Materialien zu transportieren. In Spezialfällen, z. B. bei schwer erreichbarem Terrain ist es sogar nötig, dass ein Helikopter das Material bringt. Das ist natürlich ein Highlight, aber auch mit hohen Kosten verbunden.

Manchmal ist es sinnvoll, schon mal einen guten Durchgangsweg zu schaffen oder gleich beim Hersteller des Pools nachzufragen, ob eine Lieferung bis zur Baustelle möglich ist.

Fehlende Betonbodenplatte

Es wird übrigens häufig unterschätzt, dass eine Betonbodenplatte eine wichtige Voraussetzung dafür ist, dass der Boden die Lasten tragen kann. Ohne ordnungsgemäss eingerichtetes Fundament, kann der Swimmingpool durch sein hohes Eigengewicht im Erdreich versinken, sich verformen oder gar einstürzen(!). Eine gute Bodenplatte ist daher der wichtigste Bestandteil eines Pools überhaupt. Wer in ein paar Monaten nicht gleich wieder seinen Pool sanieren möchte, sollte sich dessen Bewusst sein und nicht am falschen Ort sparen.

Eine gute, starke Betonplatte sollte ca. 20 cm betragen. Zudem ist eine Sauberkeitsschicht von ca. 15 cm zu empfehlen. Es gibt auch Alternativen zur herkömmlichen Betonplatte, wie z. B. eine Perimeter-Hartschaumplatte, die im Gegensatz zur gewöhnlichen Betonbodenplatte weicher ist. Bei diesem System werden zudem an Druckstellen Vinylplatten verwendet, die äusserst glatt und einfach zu reinigen sind.

Fehlende Magerbeton-Füllung

Die Stabilisierung des Fundaments mittels Betonplatte ist das Eine. Die Stabilisierung der Betonwände muss aber auf andere Art und Weise erfolgen. Dafür braucht es eine Betonmauer, die mit einer Magerbeton-Hinterfüllung den Pool stabilisiert und ein Einrücken der Beckenwände verhindert. Es ist daher alles andere als ratsam darauf zu verzichten. Als erster Schritt wird zunächst an den Aussenseiten Baufolie und Styropor angebracht.

Eine Schalung aus Hartschaumplatten könnte eine Magerbeton-Hinterfüllung ersetzen und wäre somit eine geeignete Alternative.

Poolteile falsch eingebaut / positioniert

Poolteile werden häufig falsch eingebaut. Wer nicht weiss, wo Einströmdüsen und Unterwasserscheinwerfer zu positionieren sind, merkt es häufig erst im Nachhinein, wenn es schon zu spät ist. Danach kommt es teuer, wieder alles umzubauen oder man muss sich damit arrangieren. Bei Langform- und Rundbecken ab einer Länge bzw. Durchmesser von 5.5 cm sind zur verbesserten Zirkulation 2 Einlaufdüsen erforderlich, die auf der gegenüberliegenden Seite des Skimmers montiert werden.

Poolscheinwerfer sollten stets in Gegenrichtung des Hauses bzw. der Terrasse montiert werden, damit diese hiervon wegstrahlen.

swimming pool - poolbau

Sind die Poolteile korrekt eingebaut, steht dem Wasserspass nichts mehr im Weg.

 

Schlussbetrachtung

Der Poolbau ist sehr zeit- und kostenintensiv. Man benötigt viel Energie und Nerven. Wer zudem das nötige Know-how und Werkzeug nicht hat, ist besonders gefordert. Zu beginn ist es wichtig, einen geeigneten Standort zu finden und für ein stabiles Fundament zu sorgen. Dies ist einfacher gesagt als getan. Manches Hindernis sieht man erst, wenn es schon mühsam wird (z. B. Fernsehkabel oder Wasserrohr). Wer zudem nicht genau weiss, wie die einzelnen Poolteile zu positionieren sind oder die Magerbetonfüllung an den Seiten ausreicht, ist meist besser beraten, sich von einem professionellen Poolbauer helfen zu lassen. Erst recht, wenn der Pool grosse Dimensionen einnimmt oder wenn man schon bei der Materialauswahl unsicher ist. Ist nach einigen Monaten oder wenigen Jahren eine kostspielige Sanierung nötig, hat man offensichtlich am falschen Ort gespart.



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